2. April 2019
von Elisabeth Thesing-Bleck
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Eine Spende ist immer freiwillig!

Wenn der Staat von seinen Bürger*innen verlangt etwas abzugeben, dann ist das keine freiwillige Spende, sondern eine zwangsweise erhobene Abgabe. Ein Beispiel dafür sind unsere Steuern.

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Das gilt auch für alle Teile des Körpers jedes Menschen und über den Tod hinaus! Teile des menschlichen Körpers oder seine Organe darf der Staat niemals als Zwangsabgabe ähnlich wie Steuergeld von seinem Bürger*innen einfordern.

Die in den Deutschen Bundestagestag eingebrachte Widerspruchslösung kehrt die bisherige Entscheidungslösung um. Erlangt der eingebrachte Entwurf tatsächlich Gesetzeskraft, dann  muss jeder Mensch künftig ausdrücklich seinen Widerspruch erklären, wenn er keine Organentnahme nach seinem Tod wünscht. Das freie Recht auf seinen eigenen Körper wird dadurch grundlegend verändert. Um es zu erhalten ist dann aktives Handeln erforderlich.

Als geriatrische Pharmazeutin befasse ich mich kontinuierlich mit der Würde des Menschen gerade am Lebensende aus dieser Erfahrung fordere ich: Nur wer in seinem Leben aktiv zugestimmt hat, soll nach seinem Tod zum Organspender werden.

Von ausschlaggebender Bedeutung ist mir jedoch, dass JEDER Bürger und JEDE Bürgerin gefragt wird und sich aktiv entscheiden muss! Den Passämtern und den Führescheinstellen kann bei einem solchen Entscheidungsprozess eine zentrale Rolle zugewiesen werden. Schließlich braucht jeder mündige Bürger einen Ausweis oder einen Pass. Bei jeder Veränderung der Ausweisdokumente können damit alle Bürger*innen problemlos zum Eintrag in ein Register aufgefordert werden, in dem die Entscheidung jedes Einzelnen zur Organabgabe nach dem Tod hinterlegt werden kann.
Ich appelliere an alle Entscheider*innen diese Lösung konstruktiv zu begleiten!

Dieser kontinuierlich eingeforderte Entscheidungsprozess entspricht der Würde jedes einzelnen Menschen auch über Tod hinaus deutlich besser als eine Widerspruchslösung, die aktives Handeln des Einzelnen voraussetzt, um die Entscheidung des Staates über den eigenen gehirntoten Körper eigenverantwortlich zu überstimmen.

 

31. März 2019
von Elisabeth Thesing-Bleck
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Aus Eulen werden Lerchen!

Seniorinnen und Senioren gewinnen durch die Sommerzeit mehr Lebensqualität!

Bild ©ABDA-Posting

Mit fortschreitendem Alter wachen Ältere Menschen morgens immer früher auf, ein Phänomen das wissenschaftlich gut belegt ist. Zudem reagiert Ihr Bio-Rhythmus auf die jahreszeitliche Schwankungen deutlich empfindlicher, je älter sie werden. Sie brauchen in den Sommer-Monaten weniger Schlaf als im Winter.

Durch die Zeitumstellung können ältere Menschen  sehr viel besser im Einklang mitihrer inneren Uhr leben. 

19. März 2019
von Elisabeth Thesing-Bleck
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Apotheken kennen die gesundheitlichen Merkmale älterer Menschen

Die meisten Seniorinnen und Senioren leiden an alterstypische Erkrankungen. Dazu gehören z.B. Diabetes, Bluthochdruck, Glaukom und demenzielle Erkrankungen. Außerdem nimmt die Elastizität von Haut, Blutgefäßen, Lunge stetig ab. Die Abnehmende Immunfunktion birgt eine erhöhte Gefahr für eine Chronifizierung von Erkrankungen und erhöht das Risiko für Komplikationen und Folgeerkrankungen. Es entsteht dann eine alterstypisch erhöhte Vulnerabilität des ganzen alternden Körpers.

Diese Komplexität des Altern läßt es sinnvoll erscheinen, dass speziell ausgebildete Fachleute wie geriatrische oder klinische Pharmazeuten den gesamten Medikationsprozess begleiten und steuern und wenn nötig auch optimieren. Das gilt insbesondere bei Polypharmazie und ist ein „Muss“ bei Altenheimbewohnern.

 

Bild: © Fotolia_61307120_XS.jpg

 

21. Oktober 2018
von Elisabeth Thesing-Bleck
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Arzneimitteldosierung im Alter: „Start low and go slow“

Der Alterungsprozess ist selbst bei voller Gesundheit gekennzeichnet durch das Nachlassen aller Körperfunktionen, aller Organe, Gewebe, Zellen und Gene. Von besonderer Bedeutung sind die nachlassende Leistung von Leber und Niere sowie die veränderte Körperzusammensetzung im Alter. Der Wasseranteil im Körper sinkt, der Fettanteil steigt und die Muskelmasse verringert sich im Laufe des Lebens. Das hat Auswirkungen auf die Pharmakokinetik , also auf die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Arzneimitteln. Diese kontinuierlichen Veränderungen sollten regelmäßig überwacht und die Medikation stetig an die Abnahme der Körperfunktionen angepasst werden.

Fragen sie dazu Ihre Apotheke vor Ort!

 

Bild: ABDA

21. September 2018
von Elisabeth Thesing-Bleck
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Gesundheitliche Merkmale älterer Menschen

Der Alterungsprozess selber ist selbst bei voller Gesundheit gekennzeichnet durch das Nachlassen aller Körperfunktionen, aller Organe, Gewebe und Zellen. Von besonderer Bedeutung sind die nachlassende Leistung von Leber und Niere im Alter und außerdem das sich  ändernde Verhältnis der Körperflüssigkeiten – der Wasseranteil im Körper sinkt, der Fettanteil steigt. Die Muskelmasse verringert sich außerdem im Laufe des Lebens. Das hat Auswirkungen auf die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Arzneimitteln. „Pharmakokinetik“ heißt der Fachbergifft dafür.

Vorteilhaft ist es, die kontinuierlichen Veränderungen in Alterungsprozess jedes Menschen regelmäßig zu überwachen. Medikamente sollten stetig an die Abnahme der Körperfunktionen angepasst werden. Das ist besonders wichtig für die Höhe der Dosierung. Dabei unterstützen gut ausgebildete Geriatrische Pharmazeuten.

17. September 2018
von Elisabeth Thesing-Bleck
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Selbstbestimmtes Leben im Alter

Ein wichtiges erstrebenswertes Ziel ist, in Alter möglichst lange fit und gesund zu bleiben. Je weiter der Alterungsprozess fortschreitet, desto stärker rückt der Wunsch in den Mittelpunkt auch weiterhin ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Ältere Menschen wünschen sich oft nichts sehnlicher als möglichst lange in einer eigenen Wohnung leben zu können. Für ihre Ziele benötigen sie im Verlauf ihres Alterungsprozesses aber immer mehr und immer gezieltere Unterstützung. Eine zuverlässige Versorgung mit Arzneimittel und Gesundheitsprodukten steht in der Priorität dabei meistens ganz oben.

17. September 2018
von Elisabeth Thesing-Bleck
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Ältere wollen jung und fit bleiben

Ungefähr die Hälfte der Waren, die in Deutschland gekauft werden, erwerben Menschen, die älter als 50 Jahre sind. In einer alternden Gesellschaft wie die in unserem Land liegt es somit auf der Hand, dass sich Apotheken auf Menschen im zweiten und dritten Lebensabschnitt spezialisieren. Hier gibt es zwei Spezialisierungsmöglichkeiten mit grundsätzlich verschiedenen Anforderungen, zum einen die altenheimversorgende Apotheke und anderseits die seniorengerechte Apotheke, die sich vorrangig auf ältere Menschen in einer eigenen Wohnung ausgerichtet hat. Wenn man sich in erster Linie um die noch zuhause lebenden Patienten kümmern möchte, dann gilt es zunächst zu klären, welche Vorstellungen ältere Menschen haben, sprich wofür sie bereit sind ihr Geld auszugeben. Ein Hauptziel von Menschen im fortschreitenden Lebensalter ist es, möglichst lange jung zu bleiben, um somit in vollem Umfang an den Angeboten unserer überwiegend auf Jugendlichkeit ausgerichteten Gesellschaft teilhaben zu können.